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Dinosaurier sind Hipster

Dinosaurier sind Hipster
Pretty Sucks

Pretty sucks. Ganz einfach. Dieses Hamburger Label nimmt kein Blatt vor den Mund und sich selbst nicht ganz so ernst. Im April 2011 gründete Designerin Beatrice Engelmann ihr unverblümtes Label. BLONDE ist Fan und findet, dass man mit einem Jahr alt genug ist, um von der Welt entdeckt zu werden.

Dieser Stadt fehlen die T-Shirts, die im Gedächtnis bleiben, befand Beatrice regelmässig beim Streifzug durch Hamburgs Boutiquen. Es musste etwas getan werden. Es war Zeit für Pretty Sucks. „Ich dachte, das könnte ja nicht nur mir so gehen. Zu dieser Zeit hatte ich schon einige Erfahrung mit Grafik und Webdesign gesammelt, so dass ich gleich angefangen habe, meine ersten Ideen aufs Shirt zu bringen.“ Nach dem Abi machte die heute 27-Jährige eine Ausbildung zur Mediengestalterin und hätte vielleicht noch ein Designstudium angefangen, wenn nicht ihr eigenes Label das Licht der Welt erblickt hätte. Der Name Pretty Sucks sollte das Gefühl der Marke transportieren.

„Ich finde, dass nicht immer alles schön und glatt sein muss, sondern dass es gerade die unperfekten Dinge sind, die uns auszeichnen.“ Der Name ist Programm: Krakelige Schrift, banale Aussagen und plakative Symbole machen das Design so liebenswert. Ohne Ecken und Kanten läuft’s eben nicht rund. Hübsch ist doof. Dieses augenzwinkernde Motto verfolgt Bea mit ihrem Label. Die Shirts, Leggings und Accessoires tragen diese Message in die Welt, verkünden Weisheiten wie „Rawwr means I love you in dinosaur“ oder „Love the fuckin hipster triangle“ und sprechen uns damit aus dem Herzen. Ob auf Mode-Blogs oder in der Webdesign- und Grafikerszene, Bea ist ständig auf der Suche nach neuen Trends. Manchmal inspiriert sie ein Song, mal eine Fotografie. Oft ist es aber auch einfach nur ein Gefühl, das auf einem Shirt transportiert werden soll. Wer „Always tired“ ist, lässt an manchen Tagen eben lieber sein T-Shirt für sich sprechen, ganz klar. „An solchen Tagen höre ich The Dø, Lykke Li, Boy oder Philipp Poisel, um meine Stimmung aufzubessern“, sagt Bea. Doch für schlechte Stimmung gibt es weder Grund noch wirklich Zeit: Das Sortiment wird in Zukunft weiter wachsen, es sind Events für den Sommer geplant und auf einen Hamburger Pretty Sucks-Store dürfen wir uns auf lange Sicht ebenfalls noch freuen. Trotz der vielen Ambitionen ist es der Designerin wichtig, dass Pretty Sucks ein Underground-Label bleibt.

Wenn sie zu ihren Kunden allerdings bald auch noch Palina Rojinski, Matthias Schweighöfer oder Cro zählen dürfte, wäre sie überglücklich. Wir zumindest haben von den Dreiecken, Dinos und Schnurrbärten auf Textil noch lange nicht genug und wünschen alles Gute zum Einjährigen: rawwr! prettysucks.de

von Alexandra Krull