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Auf den Punkt

Auf den Punkt
Pointer Footwear

Um es auf den Punkt zu bringen: Gareth Skewis ist ein Kopf und kümmert sich um den Fuss. Wie bitte? Ganz einfach: Der gebürtige Johannesburger ist der Kopf und Gründer von Pointer Footwear, der britischen Schuhmarke mit Charakter und dem sympathischen Hang zur Nostalgie. BLONDE wollte mehr über die Geschichte und die Zukunft dieser Brand wissen.

Alles begann mit einem Gefühl. Dem Gefühl, das Gareth Skewis zwischen 1999 und 2003 beschlich: Die Welt bräuchte neue Schuhe! Damals sah der heute 35-Jährige das Universum der Schuhbekleidung noch aus den Augen eines Konsumenten, der etwas vermisste. Und zwar ein adäquates Label, das ansprechendes Design und eine überzeugende Firmenphilosophie miteinander verband. „Sicher, es gab bereits einige Sport- und Skateboard-Brands, deren Produkte mich optisch ansprachen, deren Philosophie mir aber gekünstelt und irgendwie verdorben erschien“, so Skewis. Und was war mit den ganzen Indie-Labels? „Die gab es auch, aber die meisten waren mir zu hippiemässig und Bäume umarmend.“ Irgendetwas dazwischen sollte es sein, eine Schuhmarke, die nur die positiven Aspekte beider Genres miteinander verbinden und dabei sie selbst bleiben sollte. Eine Schuhmarke, die Leute wie Gareth Skewis anspräche. Mit Pointer Footwear erfüllte sich der Jungunternehmer diesen Wunsch: Pointer ist mehr als nur Schuhe und attraktives Produktdesign, hinter Pointer stehen eine stimmige Art-Direktion und ein umfassendes Marketingkonzept.

Das Konzept geht auf: Mittlerweile hat das Londoner Label viele Fans und wirft Saison für Saison neue Lieblingstreter auf den Markt, deren Design oftmals an bewährte Klassiker angelehnt ist und mit spannenden Kollaborationen an Einzigartigkeit gewinnt. Läuft alles nach Plan? Skewis gibt sich bescheiden, denn es gehöre schliesslich immer eine Menge Glück dazu, wenn ein kleines Unternehmen wie Pointer auf einem derart grossen Markt wie der Schuhindustrie bestehen könne: „Zunächst einmal vielen Dank an alle, die je ein Paar Pointer-Schuhe gekauft haben! Ich bin mir durchaus bewusst, wie viel Vertrauen und Markenloyalität die Leute ihren Schuhmarken gegenüber aufbringen.“ Ansonsten habe man kontinuierlich in allem sein Bestes gegeben. „Und trotzdem ist da noch jede Menge Platz nach oben, schliesslich haben wir gerade erst angefangen!“ Hinter Pointer steht also auch ein junges, ambitioniertes Team, das nah am Konsumenten lebt, denkt und designt. Ein wichtiges Ritual der Belegschaft ist das gemeinsame Frühstück: Lagebesprechung und Brainstorming bei Kaffee und Schinkensandwiches.

Mit am Tisch: Chefdesignerin Hollie White. Irgendwelche Kollaborationen, Hollie? „Klar. In der aktuellen Sommerkollektion von Pointer gibt es eine Zusammenarbeit mit Lavenham. Das britische Traditionsunternehmen ist bekannt für seine gesteppten Stoffe, die ursprünglich zur Verzierung von Pferdedecken verwendet wurden. Nun verleihen sie nach etlichem Experimentieren einem Pointer-Schuh ihr charakteristisches Aussehen.“ Ein weiteres Highlight sei immer wieder die Arbeit mit Comme des Garçons. „Dabei können wir wunderbar unseren Retro-Look neu interpretieren.“ Und was erwartet uns in der nächsten Kollektion? „Ich freue mich insbesondere auf ein Projekt mit Porter für den kommenden Herbst. Das wird ein aussergewöhnliches Design und ausnahmsweise nicht für den Fuss sein.“ Es geht eben stetig weiter in Richtung ganzheitliches Markenkonzept. Schritt für Schritt. Schuh für Schuh. Punkt. pointerfootwear.com

von Turid Reinicke